Brauchst du wirklich Zucker beim Training?

Brauchst du wirklich Zucker beim Training?

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    Zucker ist in fast jedem Sportgetränk im Regal. Also muss er ja wichtig sein, oder? Wenn du dich das auch schon gefragt hast – vor allem, weil unsere Elektrolyt-Formel bewusst ohne zugesetzten Zucker auskommt – bekommst du hier die Antwort, direkt aus der Sportwissenschaft: In den meisten Trainingseinheiten brauchst du keinen zusätzlichen Zucker. Wir zeigen dir, warum das so ist und wann sich das tatsächlich ändert.

    Woher dein Körper seine Energie beim Training wirklich nimmt

    Bevor du auch nur einen Schluck eines zuckerhaltigen Sportgetränks trinkst, hat dein Körper bereits einen eigenen, gut gefüllten Energiespeicher an Bord: das Glykogen.

    Glykogen ist die gespeicherte Form von Glukose (also Traubenzucker) in deinem Körper. Es liegt in zwei Depots vor:

    • Leber: rund 100 g Glykogen
    • Muskulatur: rund 300–500g, bei gut trainierten Athletinnen und Athleten mit mehr Muskelmasse teils bis zu 600g 

    Zusammen entspricht das einer Energiereserve von etwa 1.600 bis 2.400 Kilokalorien. Ein beachtlicher Puffer, der bei jedem Training zuerst angezapft wird, lange bevor überhaupt Zucker aus einem Getränk relevant würde.

    Wie lange reichen diese Speicher wirklich?

    Genau hier liegt der Kern des Themas. Deine körpereigenen Glykogenspeicher sind kein theoretisches Konstrukt – sie sind in der Praxis erstaunlich leistungsfähig:

    • Bei moderatem bis intensivem Training reichen sie im Schnitt für etwa 60–90 Minuten [^glykogen]
    • Bei Belastung im Bereich der anaeroben Schwelle mit vollständig gefüllten Speichern zeigen sportphysiologische Positionspapiere sogar eine Reichweite von rund 75–90 Minuten, bevor die Reserven spürbar zur Neige gehen

    Das bedeutet: Für den Großteil eines klassischen Ausdauer- oder Kampfsport-Trainings – ob Laufrunde, Bike-Session, Sparring oder Kraftzirkel – hat dein Körper alles an Bord, was er an schnell verfügbarer Energie braucht. Ganz ohne zusätzlichen Zucker.

    Das sagen die offiziellen Empfehlungen

    Das ist keine steile These von uns, sondern deckt sich mit den Positionspapieren zur Sporternährung. Ein Positionspapier zur Kohlenhydratzufuhr im Sport formuliert es so:

    • Unter 45 Minuten Belastung: keine Notwendigkeit für zusätzliche Kohlenhydratzufuhr
    • 45–75 Minuten bei hoher Intensität: höchstens geringe Mengen sinnvoll
    • Erst ab ca. 60–90 Minuten wird eine strukturierte Kohlenhydratzufuhr während der Belastung empfohlen – dann in der Größenordnung von 30–60 g pro Stunde
    • Ab etwa 2,5 Stunden (z. B. bei Ultra-Ausdauerbelastungen) kann die Empfehlung auf bis zu 90 g pro Stunde steigen, meist über kombinierte Kohlenhydratquellen

    Bei intensiver Belastung unterhalb eines bestimmten Zeitfensters ist die zusätzliche Zufuhr von Glukose nicht zwingend erforderlich, weil der Körper den Großteil seines Energiebedarfs aus den eigenen Glykogenspeichern deckt.

    Was heißt das für dein Training?

    Kurz gesagt: Solange deine Einheit nicht deutlich über die 60–90-Minuten-Marke hinausgeht, holt dein Körper sich seine Energie ganz von allein aus dem, was er bereits gespeichert hat. Zusätzlicher Zucker liefert in diesem Fenster keinen echten Leistungsvorteil – nur zusätzliche Kalorien und die bekannten Nachteile wie Blutzuckerschwankungen.

    Warum ist Zucker dann trotzdem in fast jedem Sportgetränk?

    Wenn die Wissenschaft so eindeutig ist, warum enthalten dann fast alle Sportgetränke im Supermarktregal Zucker? Die Antwort hat weniger mit Physiologie zu tun als mit drei anderen Faktoren:

    • Geschmack: Zucker macht ein Getränk süß und "belohnend" – das verkauft sich leichter als eine neutrale Elektrolyt-Lösung
    • Kosten: Zucker zählt zu den günstigsten Rohstoffen in der Lebensmittelproduktion
    • Historie: Viele klassische Sportgetränke-Formeln stammen ursprünglich aus Belastungssituationen im Profisport der 1960er-Jahre – für Einsätze, die deutlich länger und intensiver waren als ein durchschnittliches Freizeit- oder Amateur-Training

    Das Ergebnis: Eine Formel, die ursprünglich für Extremsituationen gedacht war, wird heute pauschal für jedes Training vermarktet – unabhängig davon, ob sie für die tatsächliche Belastungsdauer überhaupt sinnvoll ist.

    Was du während des Trainings wirklich verlierst: Elektrolyte im Schweiß

    Während deine Glykogenspeicher also erstmal in Ruhe arbeiten, passiert an anderer Stelle deutlich mehr: über den Schweiß.

    • Im Freizeit- und Amateursport verlierst du im Schnitt 0,5–1 Liter Schweiß pro Stunde – je nach Witterung und Intensität auch deutlich mehr 
    • Schweiß besteht zu rund 99 % aus Wasser, der Rest sind Mineralstoffe – allen voran Natrium und Chlorid, dazu kleinere Mengen Kalium, Kalzium und Magnesium 
    • Für längere oder heiße Belastungen werden Getränke mit 400–1.100 mg Natrium pro Liter empfohlen, um diesen Verlust gezielt auszugleichen

    Genau dieser Mineralstoffverlust – nicht ein Zuckermangel – ist es, was du bei den meisten Trainingseinheiten wirklich ausgleichen musst.

    Deshalb verzichten wir bei PeakPowr bewusst auf Zucker

    Genau das ist unser Ansatz: Wir entwickeln unsere Elektrolyt-Formel für den Bedarf, der bei den meisten Trainingseinheiten tatsächlich entsteht – und das ist in erster Linie der Verlust von Natrium und Kalium über den Schweiß, nicht ein akuter Glukose-Mangel.

    • Für Einheiten bis ca. 60–90 Minuten deckt dein Körper den Energiebedarf überwiegend selbst
    • Was in dieser Zeit wirklich verloren geht, sind Elektrolyte – und genau die füllen wir gezielt wieder auf
    • Zugesetzter Zucker wäre in diesem Zeitfenster größtenteils überflüssiger Ballast

    Das heißt nicht, dass Kohlenhydrate im Sport grundsätzlich unwichtig sind – bei sehr langen Ausdauerbelastungen über 90 Minuten hinaus sieht die Sache anders aus, und eine gezielte Kohlenhydratzufuhr kann dort durchaus sinnvoll sein. Für den Großteil des Trainingsalltags von Ausdauer- und Kampfsportlern gilt aber: weniger ist mehr.

    Praxis: Was heißt das für Ausdauer- und Kampfsport konkret?

    Für Ausdauersportler:innen

    Ob Laufen, Radfahren oder Schwimmen – die meisten Grundlageneinheiten bewegen sich im Bereich von 45 bis 90 Minuten. Genau in diesem Fenster:

    • reichen deine Glykogenspeicher in der Regel aus
    • verlierst du über den Schweiß aber kontinuierlich Natrium und Kalium – abhängig von Intensität, Temperatur und individueller Schweißrate
    • lohnt sich eine gezielte Elektrolytzufuhr deutlich mehr als zusätzlicher Zucker

    Erst bei Langdistanz-Einheiten über 90 Minuten – etwa im Marathon- oder Ultra-Training – wird zusätzliche Kohlenhydratzufuhr relevant, wie oben beschrieben.

    Für Kampfsportler:innen

    Beim Kampfsport kommt neben der reinen Trainingsdauer noch ein zweiter Faktor dazu: Viele Athlet:innen schwitzen durch hohe Intensität, Schutzausrüstung und teils Gewichtsmanagement vor Wettkämpfen besonders stark – oft in kurzer Zeit.

    • Ein intensives Sparring oder Rollen dauert häufig deutlich unter 90 Minuten – der Zucker-Bedarf bleibt also gering
    • Der Elektrolytverlust durch starkes Schwitzen kann trotzdem hoch sein
    • Gerade beim Gewichtmachen ist unnötiger Zucker ohnehin unerwünscht – hier zählt eine präzise, kalorienbewusste Elektrolytzufuhr umso mehr

    In beiden Fällen gilt: Die Trainingsdauer entscheidet über den Zucker-Bedarf, nicht das Schwitzen an sich.

    Kurz beantwortet: Die häufigste Frage

    Fühle ich mich ohne Zucker während des Trainings nicht schlapper?

    Kurzfristig kann Zucker einen kleinen Energie-Kick auslösen – das ist aber meist ein geschmacklicher und psychologischer Effekt, kein physiologisches Muss. Entscheidend für dein Leistungsgefühl bei Einheiten bis 90 Minuten ist in erster Linie ein ausgeglichener Elektrolythaushalt, nicht dein Blutzuckerspiegel.

    Fazit

    Dein Körper ist kein leeres Gefäß, das ständig mit Zucker aufgefüllt werden muss. Für die meisten Trainingseinheiten bis zu anderthalb Stunden liefert dein eigener Glykogenspeicher zuverlässig genug Energie – bestätigt durch sportwissenschaftliche Positionspapiere und Standardliteratur (siehe Quellen). Was in dieser Zeit tatsächlich zählt, ist der Ausgleich deiner Elektrolyte.

    Bereit, dein Training mit dem Richtigen zu unterstützen?

    Statt unnötigem Zucker liefern wir dir genau das, was dein Körper beim Training wirklich verliert: Elektrolyte, ganz ohne Zuckerzusatz.

    Quellen

    1. Glykogenspeicher: effektiv auffüllen und entleeren, Akademie für Sport und Gesundheit
    2. Kohlenhydrate in der Sporternährung, Zeitschrift für Sportmedizin
    3. Positionspapier: Kohlenhydrate in der Sporternährung, Institut für Sport und
      Sportwissenschaft, KIT
    4. Raschka, C. / Ruf, S.: Sport und Ernährung, Thieme Verlag. (Hinweis: Bitte die genaue Kapitel-/Seitenangabe vor Veröffentlichung selbst gegenprüfen - die exakte Textstelle ließ sich online nicht einsehen, der inhaltliche Zusammenhang deckt sich jedoch mit deiner Beschreibung sowie den oben zitierten Positionspapieren.)
    Die in diesem Artikel genannten Aussagen beziehen sich auf sportwissenschaftliche Positionspapiere, Fachliteratur und die im Text zitierten Quellen. Sie dienen der allgemeinen Information und stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar und sind kein Ersatz für professionelle Beratung. Individueller Energie- und Elektrolytbedarf kann je nach Trainingszustand, Intensität, Außentemperatur, Schweißrate und weiteren Faktoren stark variieren. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil bleiben Grundlage für die Gesundheit und werden durch dieses Produkt nicht ersetzt. Die genannten Aussagen sind nicht als von der EFSA zugelassene Health Claims im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 zu verstehen. Personen mit Bluthochdruck oder anderen Vorerkrankungen sollten die Natriumzufuhr mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft abstimmen.